Level Complete: Oktober 2020

Das Jahr neigt sich so langsam, aber sicher dem Ende zu. Wir begeben uns in unser Heim, versuchen unsere Kontakte weitestgehend einzuschränken und weiterhin vorsichtig zu sein. Es geht in den zweiten “Lockdown light”, wir wünschen euch für die Zeit ganz viel Kraft, haltet durch, gemeinsam sind wir stark!

Sophia:

Tatsächlich war der Oktober wieder etwas “turbulenter” mit einigen Geschäftsterminen gespickt. Neben einem tatsächlichen Event, an dem ich teilgenommen habe, war ich vor allem auf einigen Besichtigungsterminen, um mich Locations inklusive Sicherheitskonzepten zeigen zu lassen. Unter anderem auch bei der koelnmesse und wie 2021 eine gamescom möglich sein soll. Mich persönlich würde es sehr freuen, aber bis August ist noch einige Zeit hin und wer weiß, wie sich die Situation entwickelt. Ich war auf jeden Fall positiv angetan von dem, was ich vor Ort sehen konnte und denke, dass auch ohne Pandemie eine Messe so deutlich angenehmer wird.

Ansonsten habe ich den Monat sehr viel mit Serien verbracht. Ich habe endlich The Boys Staffel 2 geschaut und konnte es somit in einem Rutsch gucken. Ich mag wirklich sehr, was dort mit Super…menschen gemacht wird und all das auf’s Korn genommen wird. Um mich schon mal auf das kommende Assassin’s Creed Valhalla einzustimmen, habe ich mich mal wieder Vikings gewidmet und den zweiten Teil der fünften Staffel geguckt. Letztens ging noch ein Meme umher, welche fiktionalen, weiblichen Figuren einem am meisten ans Herz gewachsen sind und es mag mir nicht in den Kopf, wie ich nicht an Lagertha denken konnten! Ich bewundere sie wirklich sehr. Für mich zeigt sie, was Stärke ausmacht. Und nein, nicht auf irgendeinem Schlachtfeld. Nicht, um von einer “starken Frau” zu sprechen. Sondern vor allem charakterlich. Auch mal nachzugeben, Schwäche zu zeigen, aber stets auf sich selbst zu hören

 

Lagertha aus Vikings
Vikings

Bisher nur angefangen habe ich den ersten Teil der sechsten Staffel von Vikings. Ich werde wohl nur sehr langsam gucken, wer weiß, wann der zweite Teil kommt und ich will ungern eine lange Pause. Darum habe ich nun auch erstmal mit Barbaren angefangen (ich kam nicht umher, ein Bild mit Thusnelda und dem Titel “deutsche Lagerta” zu teilen). Und endlich, endlich, endlich geht es mit The Alienist weiter! Lange hatte ich befürchtet, die Serie könnte vielleicht abgesetzt sein, weil es eine so lange Pause nach der ersten Staffel gab. Aber der Untertitel der zweiten Staffel, The Alienist: Angel of Darkness verrät es vielleicht schon ein wenig: die Staffeln sind unabhängig voneinander. Klar geht es mit den gleichen Figuren weiter, sie haben sich weiterentwickelt und wir spielen deutlich nach den Ereignissen der ersten Staffel, aber die Serie setzt nicht direkt dort wieder an. (Fortlaufend widme ich mich weiterhin Ink Master, sobald neue Folgen auf YouTube hochgeladen werden.)

Gespielt habe ich ganz kurz Crusader Kings 3, aber ich bin wirklich nicht reingekommen… Dafür gab es umso mehr Among Us, auch wenn mittlerweile einfach alle nur noch sus sind, warum lügen die so gut! Ganz viel Zeit habe ich letztendlich in Hades investiert. Ich war schon länger vom Look angetan, war mir aber sicher, dass mir ein Rogue Like/Light (was ist der Unterschied?!) nicht gefallen würde. Dann las ich, dass es einen Godmode gäbe, der das Spiel vereinfacht und mein einfach die Story genießen könnte – Grund genug für mich, endlich Hades zu installieren. Ich wollte dennoch erstmal versuchen, das Spiel normal zu spielen und was soll ich sagen… das Gameplay hat mich schnell begeistert! Die Kämpfe machen so viel Spaß, die verschiedenen Waffen und Gaben. Hades gehört definitiv zu meinen Highlights 2020!

Hades
Hades

Passend zu Halloween fand nun letztendlich unsere Vampire PnP-Runde, geleitet durch Larissa, ihr Ende. Vampire war nun meine erste PnP-Erfahrung und es hat mir wirklich Spaß gemacht, auch wenn das Setting vielleicht nicht meins ist und es sicherlich noch tausend mal schöner gewesen wäre, hätten wir uns zum Spielen tatsächlich treffen können. Aber das Spielen hat auch wunderbar online geklappt und unsere PnP-Abende waren und sind immer wieder Highlights für mich. Nun geht es auch nahtlos über, aber mit einem anderen System und einer anderen Spielleitung… nämlich mir! Aufregend. Gespielt wird Cyberpunk 2020 und einen ersten One Shot haben wir bereits gespielt, um das System für uns zu testen, nun geht es an die erste, eigene Kampagne… ich bin jetzt schon gespannt, was Larissa dazu nächsten Monat schreibt (hoffentlich nur Gutes)!

Larissa:

Der Oktober verging wie im Flug. Mein einziges ‘Event’ diesen Monat war ein Tattootermin, ansonsten bin ich eigentlich brav zuhause geblieben. Ich hoffe, ihr seid alle gesund und ich wünsche euch viel Kraft und Geduld für den nächsten anstehenden Lockdown.

Konsumtechnisch war mein Oktober recht überschaubar. Ich habe Dragon Age Inquisition noch einmal mit allen DLCs beendet und ich habe viel Animal Crossing New Horizons gespielt, da ich quasi seit Release auf die Herbstsaison gewartet habe! Das Halloween-Event war sehr niedlich und ich freue mich jetzt auch nochmal sehr auf den November mit den Pilz-Rezepten!

Vampyr
Vampyr

Im Oktober habe ich außerdem Vampyr durchgespielt, welches diesen Monat gratis bei PS-Plus war. Neugierig war ich auf das Spiel schon länger, allerdings habe ich viel Negatives gelesen; wie extrem häufige Game-Crashes und eine abgedroschene Story. Aus dem Grund habe ich gezögert, viel Geld für das Spiel auszugeben und die Gratis-Aktion kam mir sehr recht! Tatsächlich war ich nie ein großer Fan von Vampir-Settings und den damit einhergehenden Klischees, meine Pen and Paper Erfahrungen mit Vampire the Masquerade haben aber meine Neugier wieder entfacht. Leider muss ich den Kritiken von Vampyr zustimmen: Das Spiel ist wirklich oft abgestürzt oder eingefroren, so dass ich es neu starten musste. Die Hauptstory fand ich teilweise etwas enttäuschend. Ohne zu spoilern möchte ich nur sagen, dass ich einen Plottwist absolut unnötig und billig fand und mit der eigentlichen Problematik hätte man noch viel mehr machen können. Allerdings fand ich die meisten Figuren sehr interessant und ich mochte die kleinen Nebenquests und Dialoge, in denen man mehr erfährt und Hinweise aufdeckt sehr. Allgemein hat mir die Spielmechanik gut gefallen, das Endprodukt wirkte leider nur etwas unfertig und ‘unpolished’, wie man im Englischen so schön sagt.

Ende Oktober kam dann noch Watch Dogs: Legion raus, was ich entsprechend erst seit wenigen Tagen spiele. Eine abschließende Meinung kann ich mir also noch nicht bilden. Aktuell ist das Spiel genau das, was ich erwartet habe: Nicht bahnbrechend, nicht sonderlich innovativ, aber doch sehr unterhaltsam. Ich mochte in Watch Dogs 2 schon die offene Map von San Francisco und die vielen Möglichkeiten mit dieser Welt über Hacking zu interagieren. Das Gameplay ist dadurch super abwechslungsreich und macht mir viel Spaß. Die Story fand ich auch in Watch Dogs 2 bereits nicht sonderlich herausragend; unterhaltsam genug, aber nichts was mich emotional lange beschäftigen wird. Die Änderung in Watch Dogs Legion beinhalten, dass es keine festen Spielfiguren mehr gibt und man stattdessen jede*n von Londons Straßen rekrutieren kann. Das Prinzip ist sehr lustig, mir war aber eigentlich im Voraus schon klar, dass dadurch viel an Story und interessanten Figuren verloren geht. Die Story ist aktuell relativ klassisch: Man stellt sich gegen ein korruptes System und hackt und kämpft für soziale Gerechtigkeit.

Watch Dogs Legion
Watch Dogs Legion

Am meisten Spaß macht mir hier einfach das Setting, denn ich liebe London. London ist wahrscheinlich meine liebste Stadt der Welt, so doof das auch klingt. Für keine Stadt empfinde ich so oft Fernweh und ich möchte immer wieder hin. Die Stadt nun immerhin virtuell besuchen zu können, macht mich sehr glücklich. Ich finde einfach so viele bekannte Orte und werde nostalgisch.
Außerdem positiv aufgefallen ist mir, wie divers die vielen Bürger Londons sind. Backstories und Eigenschaften werden beim Rekrutieren zufällig ermittelt. Durch Zufall ist meine aktuelle Hauptfigur tatsächlich asexuell, was mich sehr glücklich gemacht hat. Außerdem habe ich zwei Transmenschen in meiner Rekrutenliste und einen Mann, der mit einem anderen Mann verheiratet ist. Natürlich ist da nicht super viel Repräsentation vorhanden, da es nur versteckte Details sind, aber ich mag die Selbstverständlichkeit.

Außerdem habe ich, wie Sophia, The Boys geguckt und muss sagen, dass mich die zweite Staffel sehr begeistert hat. Ich mochte sie sogar wesentlich mehr als die erste, da die Boys endlichen mal Butchers Machogehabe etwas ausgebremst haben, Figuren allgemein sympathischer und greifbarer wirkten und die ganzen Hiebe und Anspielungen auf Weltgeschehen, Popkultur und Politik waren nicht subtil, aber gerade deswegen absolut on point.

Ansonsten haben wir diesen Monat unsere Vampire the Masquerade Kampagne beendet, die ich seit Juni geleitet habe. Es war ein wirklich schönes Erlebnis, wenn auch mit viel Arbeit verbunden. Als nächstes wird Sophia eine Cyberpunk 2020 Kampagne leiten und ich bin sehr gespannt und freue mich!

 

Leseempfehlungen:

“I’m the unlikely face of asexuality” von Yasmin Benoit (Englisch)

The Diversity in ‘Hades’ Is Unrealistic Because There Should Be More White People in Hell (Englisch)

“ALLES SO SCHÖN BUNT HIER”?  Studie zu Geschlechterdarstellungen und Diversität in Streaming und SVOD-Angeboten

Before ‘GLOW’ got canceled, its actresses of color felt ‘disempowered’ by their roles (Los Angeles Times)

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