Level Complete: Dezember 2020

Sophia:

Der letzte Rückblick für dieses verrückte Jahr 2020. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass dieses Jahr endlich vorbei ist. Ich glaube nicht, dass 2021 großartig besser wird, aber immerhin habe ich keine größeren Erwartungen an das kommende Jahr. Als Anfang 2020 plötzlich alle Pläne abgesagt werden mussten etc. war ich schon sehr “verzweifelt” und wütend, dass dieses Jahr so “verloren” schien. Ich vermisse viele Dinge und hoffe einige davon 2021 so langsam wieder aufnehmen zu können.

So hatte ich im Dezember aber nun ziemlich lange frei, da sich all meine restlichen Urlaubstage angehäuft haben, konnte ich nun 3 Wochen Urlaub am Stück nehmen und ich glaube, ich habe noch nie so wenig aktiv konsumiert. Den Anfang meines Urlaubs habe ich genutzt, um sehr viel “Adulting” hinter ich zu bringen. Ein bisschen schäme ich mich, aber ich habe endlich mal die restlichen Briefe, die ich immerhin ordentlich an einer Stelle gesammelt habe, in meine Ordner einsortiert. Briefe von Versicherungen, Banken etc… teilweise von 2015, teilweise noch ungeöffnet… upsi. Auch sonst habe ich viel aufgeräumt, vielleicht ein bisschen spät dran, aber ich dachte so langsam könnte ich doch mal das Arbeitszimmer hier so fertig machen, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Als Belohnung habe ich teils neue Möbel bestellt, die aber erst im nächsten Jahr ankommen werden. Gehört habe ich während des Aufräumens sehr viel “Circe” von Madeleine Miller als Hörbuch. Es geht um die gleichnamige Figur aus der griechischen Mythologie, die mir zwar immer ein Begriff war, mehr aber auch nicht. Ich find es wirklich sehr spannend zu hören und manche Ursprungsgeschichten zu hören, die ich auch nicht kannte (wie der Minotaurus überhaupt geboren wurde, dass Ariadne sogar seine Schwester war etc.). Und ich würde lügen, würde ich nicht sagen, dass dieses Interesse besonders durch Hades nochmal angefacht wurde.

"Circe" von Madeleine Miller
“Circe” von Madeleine Miller

Gespielt habe ich so gut wie gar nicht… ich glaube, ich habe zwei Tage intensiv Cyberpunk 2077 gespielt aber… wirklich gepackt hat es mich nicht, sonst hätte ich es in der Zwischenzeit weitergespielt. Alles, was um das Spiel herum passiert ist, hat mir deutlich die Lust auf das Spiel genommen. Mal schauen, ob ich es überhaupt noch beenden werde. Ab und an spiele ich noch ein paar Runden League of Legends, da bin ich letztens in einen ziemlichen Sucht-Strom geraten… liegt aber vor allem an den lieben Menschen, mit denen ich spiele und mich dadurch wieder mehr verbunden mit ihnen fühle, was doch auch etwas sehr schönes in Zeiten von Covid ist.

Geschaut habe ich auch sehr wenig, ich hab eine japanische Serie angefangen, aber noch in der ersten Folge abgebrochen, da es doch anders war, als ich mir von der Beschreibung erhofft habe. Aber ich liebe die zweite Staffel von Hilda bisher sehr! Noch habe ich ein paar Folgen offen.

Die zweite Staffel von "Hilda", jetzt auf Netflix.
Die zweite Staffel von “Hilda”, jetzt auf Netflix.

Und jetzt kommt für mich das komischste… in meiner letzten Urlaubswoche habe ich so gut wie nichts gespielt, nichts geguckt, nichts gelesen… dafür aber gehört. Ich habe wohl Musik so wieder richtig für mich entdeckt. Das ist in den letzten Jahren leider viel zu kurz gekommen, während der Uni/Arbeit habe ich hauptsächlich instrumentale Sachen einfach so nebenbei gehört, nur unterwegs aktiv Künstler:innen, die ich mag. Und da sind meine Gedanken oft auch abgewandert. In der letzten Woche saß/lag ich lange Zeit nur da, Kopfhörer auf und habe einfach nur zugehört. 2021 habe ich mir dadurch vorgenommen auch endlich mal wieder mehr zu entdecken und nicht ständig nur das gleiche zu hören. Vielleicht berichte ich dann auch mal, was ich gehört habe!

Ich hoffe, ihr hattet alle angenehme Feiertage, könnt auf ein doch einigermaßen okayes Jahr zurückblicken. Ich wünsche euch alles Gute für 2021!

Larissa:

Der letzte Rückblick 2020. Was für ein Jahr. Ich muss sagen, im Vergleich zu anderen habe ich die Pandemie sicher einigermaßen gut verkraftet – einfach da ich sowieso ein sehr introvertierter Mensch bin und gut damit zurechtkomme, alleine zu sein und mich selbst zu beschäftigen. Allerdings habe natürlich auch ich Pläne und Urlaube absagen müssen, war in ständiger Sorge um meine Eltern und Großeltern und habe im Juni meinen Job verloren. Bewerbungen während einer Pandemie sind wirklich sehr kräftezehrend, da so viel Ungewissheit im Spiel ist. Geschafft habe ich es trotzdem irgendwie und am 4. Januar beginne ich meinen neuen Job. Aktuell wechseln sich Vorfreude und absolute Panik ungefähr stündlich ab!

In eigener Sache möchte ich hier auch nochmal betonen, dass meine absolute Lieblingsserie One Piece ihr 1000. Kapitel released hat! Es war alles, was ich mir erhofft hatte und ich bin wirklich sehr stolz und emotional! Außerdem gab es diesen Monat viele Ankündigungen zu Star Wars und einen Dragon Age 4 Teaser UND Mass Effect Teaser, was mich sehr gefreut hat!

Im Dezember kam endlich meine Playstation 5 an (hier Engelschöre einfügen!) und ich habe den Dezember dann nochmal genutzt, um einige große Titel zu beenden! Letzen Monat war ich bei Hades noch mitten im Geschehen, diesen Monat habe ich es dann gleich mehrfach durchgespielt! Das Spiel ist, wie bereits gesagt, wirklich fantastisch und ich freue mich, dass es aktuell viele Awards und Anerkennung bekommt.

Meine Eivor war dunkelhaarig!

Weiter ging es mit AC Valhalla, welches ich auch bereits letzten Monat angespielt habe. Ursprünglich wollte ich es noch vor Cyberpunk 2077 beenden, allerdings hatte ich dann einen Gamebreaking-Bug und konnte nicht mit der Hauptkampagne weitermachen. Meine Speicherstände waren ebenfalls korrupt und ungefähr 10 Stunden Gameplay waren erstmal weg. Das hat mich so frustriert, dass ich Valhalla erstmal wieder ins Regal gestellt habe.

Cyberpunk 2077 wurde in den Medien ja bereits so zerrissen, dass ich fast das Gefühl habe mich schämen zu müssen, dass ich Spaß daran hatte. Hat Cyberpunk massive Probleme, sei es Crunch, Bugs oder Repräsentation von trans Menschen? Ja, absolut und es ist wichtig, dass darüber kritisch gesprochen wird. Das Spiel fühlt sich definitiv unfertig an und ist selbst auf meiner brandneuen Konsole sehr oft gecrasht.
Trotz allem hatte ich Spaß an der Welt, dem Gameplay und besonders die Story und die Figuren haben mich gegen Ende hin abgeholt. Ist es eines meiner Lieblingsspiele? Absolut nicht. Aber emotional berührt hat es mich dann trotzdem und ich habe es gerne beendet. Durch war ich ungefähr in 60 Stunden – dabei habe ich alle Nebenquests gemacht, bis auf die Events ohne Story wie Polizeieinsätze und Überfälle.

Ich hatte vorher keinen Hype für das Spiel, habe weder Trailer noch Gameplay angeschaut und entsprechend neutral konnte ich das Spiel erleben. Ohne Erwartungen spielt sich Cyberpunk definitiv besser. Als großer Blade Runner Fan muss ich aber auch sagen, dass man aus diesem dystopischen Setting noch mehr hätte herausholen können.

Cyberpunk 2077
Johnny Silverhand in Cyberpunk 2077

Nach Beenden von Cyberpunk habe ich dann doch schließlich Assassin’s Creed Valhalla beendet. Es gab mittlerweile einen großen Patch, der zwar nicht die verbuggte Quest gefixt hat (seufz), aber immerhin meine kaputten Spielstände, so dass ich direkt vor dem Bug anfangen konnte und ihn diesmal umgangen bin. Beendet habe ich Valhalla dann mit etwa 100 Stunden und meine Meinung ist etwas durchwachsen.
Allgemein hatte ich viel Spaß am Spiel und besonders Eivor mochte ich sehr gerne.

Allerdings hat es sich sehr gezogen und die ganzen Allianzen in England waren mir viel zu viel. Besonders aufgefallen ist mir hier auch die unterschiedlich Qualität der Narrative. Manche Arcs mochte ich sehr gerne, die Figuren waren toll und das Questdesign abwechslungsreich. Andere Arcs hingegen waren langweilig und austauschbar und man verliert schnell den roten Faden aus den Augen und fragt sich: Wofür mache ich das nochmal?
Ich habe schließlich das beste Ende bekommen, aber trotzdem war es sehr antiklimatisch. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass mich das ganze Rahmensetting von Assassin’s Creed, also Isu, Eden, Animus und Gegenwart wirklich gar nicht interessiert und immer nur aus der Welt reißt.

Jetzt habe ich tatsächlich erstmal nichts mehr zu spielen (außer Apex natürlich!) und werde die Tage noch ein bisschen mehr Lesen. Bereits angefangen habe ich “Ace” von Angela Chen, aber dazu nächsten Monat mehr.

Frohes Neues Jahr und alles Gute für 2021!

Lese-/Schauempfehlungen:

“What is ‘Good’ queer representation in 2020?” von MelinaPendulum

Don’t bury your gays! Warum queere Figuren ein Happy End verdienen

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